Vor-/Teil-Abnahme GaLa-Arbeiten

Heute war es also soweit, die Teil-Abnahme der Außen-Arbeiten von Shaban und Co. standen an. Nachdem ich mein Auto aus der Werkstatt in Hanau geholt hatte, hat er uns fast direkt rausgeklingelt und wir sind, kurz bevor es draußen dunkel wurde ab ca. 18:15 Uhr ums Haus rum und haben uns diverse Sachen angeschaut.
Bei der Acco-Rinne vorne müssen sie noch mal ran, die Terrassenfliese (mit dem verrückterweise durchgeführten Stromkabel!) austauschen, die Platte bei der Gartenhütten-Vorbereitungs-Fläche muss noch zugeschnitten werden, dort wo das Stromkabel hochkommt usw. Bei den Fugen haben wir bemängelt, dass viele noch nicht ordentlich zu sind und dass wir gerne die Gehweg- und Terrassenplatten auch mal sauber sehen würden, da wir so gar nicht sagen können, ob unter dem vielen Sand, der überall noch auf diesen herumliegt, die Oberflächen keine Beschädigungen haben. Hier und an anderen Stellen konnte Shaban es sich dann (mal wieder!) nicht verkneifen uns zu beleidigen. Wir würden nicht genug loben, wir hätten ihn/sie nicht genügend „versorgt“ (mit Aufmerksamkeit, Essen und Getränken) und wir wir wären die ersten die wegen Fugen und Milimetern meckern würden. Vorne am Podest der Eingangstür haben sie auf der einen Seite die Fuge in der Nähe der Tür zugemacht, links waren aber ca. 3-4cm noch offen. Als ich das angesprochen habe UND angeboten habe, dass sie mir sagen sollen, was das für ein Material ist, damit ich es selbst beheben/ändern kann, war es aber auch nicht recht. Das hat alles genauso einen faden Nachgeschmack, wie dieses erst hinterher Preise für bestimmte Dinge/Arbeiten mitzuteilen (wie z.B. bei den Distanzringen für die Abwasser-Schächte). Zuvor hatte er ja noch am Nachmittag gesagt, er hätte 2 Pflastersteine gebracht (kostenlos) für den Gartenhütte-Zuweg. Da hat er sich wahrscheinlich auch mehr als mein „Danke“ erwartet. Ich hatte vorher schon geschaut, das sind Steine, die kosten 4,25.- pro Stück im Bauhaus. Die Diskussion über den Zuweg hatten wir in den letzten Tagen auch schon mal gehabt. Wieder ein Parade-Beispiel für seine schlechte Kommunikation und mangelndes Mitdenken. Seiner Meinung nach hatten wir über einen Weg gesprochen, so dass man zu fuß zur Hütte kommt. Wir hatten uns einen GEHWEG (durchgehend!) vorgestellt, damit es eben nicht so aussieht wie jetzt, dass zwischen den Steinen noch Lücken sind. Aber angeblich hätten wir nie etwas darüber gesagt, dass wir dort die Mülltonnen hinstellen wollen, sonst hätte er ja sofort kommentiert, dass die Mülltonnen ja ca. 60cm (gemessen hatten wir dann ca. 57cm) Räderabstand haben und unsere Platten nur 50cm breit sind.
Also habe ich mir überlegt, dass ich noch eine Reihe (ca. 8 Stück) Platten (a 29kg/Stück) beim Bauhaus besorge (das hier sind diejenigen: www.bauhaus.info/terrassenplatten-gehwegplatten/ehl-gehwegplatte/p/13982149; über die wir übrigens auch nie gesprochen haben, hier wurden einfach irgendwelche Platten eingesetzt!), noch ein wenig Schotter und einfach eine zweite Reihe setze. So haben wir dann einen bequemem Weg zur Hütte von 100cm Breite. Das reicht dann für Mülltonnen, Fahrräder und mögliche Grills und Tischtennisplatten. 😉 )
Ansonsten fehlen ja auch noch einige Dinge, die noch zu tun sind, wie z.B. das große Tor zu setzen, den Antrieb hierfür zu montieren, die Erde für die Beete (unten am Gehweg; zwei Hausseiten) noch zu liefern und zu „verteilen“. Das Schloss vom Haupt-Törchen ist noch nicht fest, einige Zaunstücke fehlen noch und diverse andere Kleinigkeiten wie Baustelle aufräumen. Das alles haben wir gestern zusammen mit ihm und seinem Sohn (dem Ingenieur) noch besprochen. Dieser hat sich halbwegs offen gezeigt für unsere Punkte. Shaban selbst war wie ein kleines, beleidigtes Kind und hat dann auf albanisch (?) ständig mit gequältem und beleidigtem Gesichtsausdruck sich bei seinem Sohn über uns beschwert – das kann ich zwar nicht mit Fakten beweisen, aber das hat man deutlich gesehen. Wir haben dann immer wieder diplomatisch – und ich auch mit Sprichwörtern („Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“ und „Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben“) dagegengehalten, aber das hat ihn scheinbar nicht so wirklich erreicht und auch nicht interessiert. Die Bedeutung und der Zusammenhang zu unserer Baustelle war ihm nicht so klar. Wir wären wohl in 30 Jahren, in denen er in DE das jetzt macht, die ersten, die so kritisch wären. Haha, wer’s glaubt!! Entweder er hält uns für doof, er lügt, er hatte unverschämtes Glück bisher in seinem Arbeitsleben, oder er hatte nur doofe Kunden bisher. Ich glaube es wird auf eine Mischung von allem hinauslaufen.
Als sie dann noch angefangen haben, dass sie sonst nur „stille Abnahmen“ machen würden, war mir klar, dass er eben im Gespräch maßlos übertrieben oder gelogen hat. So etwas halte ich in DE für absolut unrealistisch und weltfremd. Ich kann mir keinen Haus- und GaLa-Bauherren in DE vorstellen, der einer stillschweigenden Abnahme, wo es um zehn- bzw. hundertausende von Euro geht, zustimmt!

Nochmal zur Erklärung:
„Wurde keine förmliche Abnahme vereinbart oder verlangt, so kann die Abnahme beim BGB- und beim VOB/B-Vertrag auch stillschweigend erklärt werden. Das ist der Fall, wenn der Auftraggeber durch sein Verhalten (und nicht durch Worte) zu erkennen gibt, dass er die ausgeführte Leistung als vertragsgerecht billigt.“

Selbst WENN er das wirklich immer so gemacht haben sollte, müsste er doch erkannt haben, dass es das mit uns nicht geben wird! Und wenn er mal direkt nachgefragt hätte, hätte er auch eine passende Antwort bekommen.

Am Ende hieß es dann, sie kommen am Samstag wieder (gegen 09:00 Uhr), um den Rest fertig zu machen. Wir sind gespannt, wie das ausgeht.
Update: Wie immer, völlig unangemeldet, steht er mit seinem Mitarbeiter am Donnerstag (28.10.) um ~11:18 Uhr wieder vor der Tür und will Material einladen. Als ich die Tür aufmache, bevor er unten an der Haustür steht: wieder keine Begrüßung, sondern nur ein „Wieso gehst du nicht an dein Handy?“ Super, echt! Wird echt Zeit, dass er geht und nicht mehr wiederkommt! So viel wieder zum Thema Kommunikation mit den Kunden! 🙁

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